Mystische Reisen durch die Bretagne

 

Mystische Reisen durch die Bretagne! Wer das Land bereist und dabei seine Sinne offen hält, entdeckt sie unweigerlich: die Mystik der Bretagne. Vielleicht findet sich in Europa sonst kein Landstrich, der so von seinen Sagen lebt, der so viel "Seemannsgarn" hervorgebracht hat, in dessen Umgebung und Natur sich diese Sagen so widerspiegeln wie in der Bretagne.

Wer an einem Nebeltag zwischen den Menhiren von Carnac entlang geschlendert ist, wer an einem Sommerabend die verschwimmenden Sonnenstrahlen im nun finster wirkenden Meer hat versinken sehen, wer die Grotten von Morgat besuchte, die Höhlen vor Cap Frehel, durch den Wald von Brocéliande spazierte, der wird sie wahrscheinlich vor seinem geistigen Auge gesehen haben: die Feen der Bretagne! Die Zauberer, die Phantasiegestalten, verlorene Prinzessinnen und waghalsige Ritter, Merlin, Tristan und Isolde, Kobolde und gemeine Hexen und Trolle, die neckisch auf Baumwipfeln hüpfen...

Während die Feen für alles Gute in der bretonischen Mystik stehen, bringen Hexen nicht nur Unheil, Krankheit und schlechte Laune, sondern sind sogar für das schlechte Wetter verantwortlich... (dabei muss gesagt werden, daß es in der Bretagne nie regnet. Naja, fast nie :-)

Wahrscheinlich spiegelt sich in den unendlichen mystischen Märchen, Sagen und Liedern aus der Bretagne die Vorzeit wider. Damals, als die Abende lang waren, der Fisch verspeist, als Strom noch keine Rolle spielte und draußen vor den dicken Mauern der bretonischen "Pentys" der Wintersturm an den Fensterläden rüttelte.

Da saßen sie dann zusammen, die alten Bretonen, um ihren riesiegen Kamin, das "Lit Clos" (Link Wikipedia) und bastelten strickend an neuen Geschichten, die sich draußen gerade so oder ähnlich abspielen mußten.

 

Bretagne: wo das Meer das Gestein zu silbrigem Staub zermahlen hat und der Boden

allmählich in den Ozean abfällt, um ihm zu entlocken, was er anderwärts an sich gerafft hat.... dort sind die Mythen Zuhause!

Bretagne: ein grenzenlos mystisches Naturschauspiel

 

Ein grenzenlos mystisches Naturschauspiel, das sich allein mit dem Himmel, dem All, der Ewigkeit verknüpft und dem Menschen seinen kleinen Platz als Zuschauer zuweist.

Am imposantesten und am schroffsten ist  die Bretagne an ihrem westlichsten Zipfel, in jedem Gebiet, das seit je Finistère heißt (das Ende der Welt) und in dem auch ihr Ferienhaus, Maison Dodo beheimatet ist. Hier taucht die letzte Spitze des europäischen Kontinents in den Atlantik. Nach vorne nur Wassergewalten, nach hinten spürt man den Atem Europas, der sich an dieser Stelle verdichtet, verliert und seinen Frieden in der Tiefe des ewig jugendlichen Ozeans findet.

 

Nähert man sich vom Festland dem Finistère, entdeckt man, wie sich mit jedem Kilometer alles in Richtung Boden duckt, um sich der Stürme zu erwehren, die einem die Luft zum Atmen nehmen können. Noch kann man das Meer gar nicht sehen, aber schon ahnt der Betrachter am Horizont etwas Gewaltiges, das hier die Gesetze geprägt hat.  Nur wenig weiter hört (und manchmal spürt man sie) dann: die Brandung der schäumenden Wellen, die Tag und Nacht die Felsen der Küste des Finistère bearbeiten.  Winzige Leuchttürme trotzen den Gewalten, nicht selten wurden sie erbaut auf winzigen Felsen, die die Namen von hier Ertrunkenen tragen.

 

Auch den auf Isoldes Ankunft wartenden Tristan siedelte die Sage auf einem dieser Felsen an, unter dem die Wellen  jäh und zornig toben.

Tristan und Isolde Bretagne
Mystik der Bretagne